Masterarbeit: Einsatzstellenbewertung der deutschen Feuerwehren
10.09.2026, Diplomarbeiten, Bachelor- und Masterarbeiten
An der Professur Fire Science and Engineering wird noch ein Masterkandidat für das Wintersemester 2026/27 gesucht, der gerne seine Masterarbeit bei der Branddirektion München zum Thema: "Einsatzstellenbewertung der deutschen Feuerwehren: Multimethoden-Einflussfaktorenanalyse Brandauswirkungen auf Menschen und andere Schutzziele - Gebäuderisikokoeffizient" anfertigen möchte. Bewerbung bitte direkt an Dr.-Ing. Björn Maiworm, Branddirektor
Die deutschen Feuerwehren erfassen seit 10 Jahren bemerkenswerte Brände in Gebäuden mit Auswirkungen auf Schutzziele u.a. der Bauordnung. Fokus ist die Frage der Gebäudesicherheit auf Basis von Realbrandereignissen. Aktuell liegen 2.400 Datensätze aus ganz Deutschland sowie 14 Masterarbeiten vor. Die Brände werden in München standardisiert von Studierenden im Rahmen ihrer Abschlussarbeit und bundesweit von anderen Feuerwehren (>350) erfasst. Nach umfassenden Detailauswertungen ergibt sich ein differenziertes, multifaktorielles Bild von Einflussfaktoren für z.B. Auftreten von Toten, Verletzten, Rauch- und Brandausbreitung, Rettung. Die Frage nach Haupteinflussfaktoren ist wichtig zur öffentlich-rechtlichen Beurteilung von Risiko und bestmöglichem Ressourceneinsatz z. B. in der Feuerbeschau oder auch Feuerwehrbedarfsplanung und AAO.
Ziel der Arbeit ist es, auf Basis der bisherigen Realbrand-Erkenntnisse und der Methodenbreite zu untersuchen, welche Kernfaktoren die Gebäudesicherheit aßgeblich beeinflussen. Es gibt bereits erste Versuche eines ebäuderisikokoeffizienten (siehe Leitfaden Feuerbeschau Bayern). Als wesentliche Datengrundlage dient die Einsatzstellenbewertung bei der Branddirektion München, die als Daueraufgabe systematisch bei relevanten Brandereignissen durchgeführt wird und damit eine belastbare Abbildung der Feuerwehrpraxis darstellt. Ergänzend sollen internationale Modelle herangezogen werden. Die Arbeit ist analytisch-konzeptionell mit quantitativem Anteil angelegt. Als Ergebnis wird ein nachvollziehbares, ingenieurwissenschaftlich begründetes Modell zur Gebäuderisikobewertung (Einflussfaktoren wie z.B. Baujahr, Status der letzten Gebäudekontrolle, Alter, soziale Struktur, Nutzungsart) und (optional) zur Feuerwehrbedarfsplanung und objektspezifischen Alarm- und Ausrückeordnung auf Basis der Erkenntnisse des Vorbeugenden Brandschutzes erwartet.
Kontakt: bjoern.maiworm@muenchen.de


