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TUM GRADUATE SCHOOL setzt internationale Standards:

TU München investiert 4 Millionen Euro in ihre Doktoranden

20.07.2009, Press releases

Verbindliche Regeln für strukturierte Doktorandenausbildung – Interdisziplinäre Forschung, internationale Erfahrung und überfachliche Kompetenzen werden gefördert – Doktorandenkonvent mit Sitz im Akademischen Senat

„Unsere Doktoranden sind zentrale Leistungsträger der Universität – sie machen die Forschung!“ Mit dieser Wertschätzung begründet Präsident Wolfgang A. Herrmann die Einrichtung der TUM GRADUATE SCHOOL der Technischen Universität München. Mit der Verbindlichkeit ihrer Ziele und dem Umfang ihrer hochschulzentralen Finanzausstattung erfüllt die TUM GRADUATE SCHOOL fortan mehrere Alleinstellungsmerkmale in der deutschen Hochschulszene.

Zur Operationalisierung hält die TUM pro Jahr 4 Mio. Euro aus erwirtschafteten Mitteln bereit. Über ihre individuelle Forschungsarbeit kommen die TUM-Doktoranden verstärkt in den Genuss von internationalen und interdisziplinären Schlüsselqualifikationen. Zum ersten Direktor wurde der Bauinformatiker Professor Ernst Rank (55) ernannt, vormaliger Vizepräsident für Forschung.

Präsident Wolfgang A. Herrmann ist von dem neuen Format der Nachwuchsausbildung überzeugt: „Immer komplexer werdende Forschungsgegenstände erfordern interdisziplinäre Konzepte. Gleichzeitig verlangen neue Berufsmärkte nach einer überfachlichen Disposition der künftigen akademischen Führungskräfte, ebenso wie deren internationale Ausrichtung. In dem umfassenden, hochschulzentral geförderten Format der TUM GRADUATE SCHOOL setzen wir die neuen Standards in der strukturierten Doktorandenausbildung.“ Für Beifall sorgte das Konzept jüngst auf der Jahrestagung des Council of Doctoral Education der European University Association (EUA CDE), da die TUM Standards setzt, die auf europäischer Ebene zwar oft gefordert wurden, nirgendwo aber verbindlich umgesetzt werden.


Die TUM GRADUATE SCHOOL erweitert die Spannweite der akademischen Nachwuchsförderung. Ohne den Primat der eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit der Doktoranden einzuschränken, schafft sie den Rahmen für fakultätsübergreifende Schwerpunkte, fördert gezielt die Internationalität und organisiert die überfachliche Ausbildung der jungen TUM-Wissenschaftler. Die TUM GRADUATE SCHOOL orientiert sich damit an den Erfahrungen der TUM International Graduate School of Science and Engineering (IGSSE) aus der Exzellenzinitiative 2006.

Was ist am Konzept der TUM einzigartig? „Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurden an mehreren deutschen Universitäten Dachstrukturen für die Graduiertenausbildung geschaffen. Verbindliche Regeln und ein umfassendes Leistungsangebot gibt es jedoch nur an der neuen TUM GRADUATE SCHOOL,“ hebt der Hochschulratsvorsitzende Professor Karl Einhäupl hervor.

Die wesentlichen Elemente des TUM-Konzepts:
1.    Die TUM investiert jährlich zusätzliche 4 Mio. Euro in ihre Nachwuchswissenschaftler, rund 6.000 Euro pro Doktorand. Im Gegensatz zu den Modellen anderer Hochschulen steht die TUM GRADUATE SCHOOL allen rund 3.000 TUM-Doktoranden offen, unabhängig davon, ob sie die Promotion als Hochschulassistenten, als Stipendiaten oder als Mitarbeiter an Drittmittelprojekten finanzieren.

2.    Der Doktorandenkonvent verleiht den TUM-Doktoranden eine Stimme in der Meinungsbildung innerhalb der Universität. Mit dem gewählten Sprecher erhält er einen Sitz im Akademischen Senat. Damit bildet die Gruppe der Doktoranden an der TUM fortan ihre eigene Identität.

3.    Durch die Einführung strukturierender Elemente in die Promotionsvorhaben wird Betreuern und Doktoranden Sicherheit und Planbarkeit gegeben. Dennoch ist das Programm flexibel, indem es ein Höchstmaß an individueller akademischer Freiheit ermöglicht. Eine Betreuungsvereinbarung strukturiert künftig jede Promotion und legt die Elemente der fachlichen und überfachlichen Qualifizierung fest. Ein zweiter Mentor und eine Zwischenevaluation flankieren den raschen Fortschritt der Forschungsarbeit.

4.    Ein mehrwöchiger Auslandsaufenthalt der Doktoranden oder wahlweise die Einladung internationaler Gastwissenschaftler an die TUM erhöhen die Internationalisierung der Forschung und die Mobilität. Allein diese Maßnahme fördert die TUM durch einen Zuschuss von 1.600 Euro pro Doktorand. Einführungs- und Abschlussseminare vermitteln Einblick in die Wissenschaftslandschaft sowie in arbeitsmarktrelevante Themen. Die Doktoranden können aus einer Programmvielfalt an Seminaren, Workshops und überfachlich angelegten Sommerschulen die passenden Kompetenzen auswählen. Ein Großteil des Angebots wird von der Carl von Linde-Akademie der TUM vorgehalten.

5.    Jeder Doktorand ist gehalten, Forschungsergebnisse bereits innerhalb der Promotionszeit in begutachteten Publikationen zu veröffentlichen. Auf jede Publikation in einer internationalen Top-Zeitschrift gibt es eine Geldprämie.

6.    Die Thematischen Graduiertenzentren und die Graduiertenzentren der Fakultäten werden in die übergeordnete TUM GRADUATE SCHOOL aufgenommen, wenn ihre Rahmenstruktur und -inhalte den gesetzten Rahmenbedingungen entsprechen. „Frei schwebende“ Graduiertenschulen sind an der TUM nicht zugelassen.

„Die TUM GRADUATE SCHOOL ist so angelegt, dass sie nach Anspruch, Struktur und Inhalt besten internationalen Standards entspricht. Orientiert haben wir uns an den Empfehlungen des Wissenschaftsrats, der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie der Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Bei der ersten Begutachtung der Exzellenzinitiative im Jahre 2011 wollen wir mit ersten Erfolgen aufwarten“, beschreibt TUM-Präsident Herrmann die Zielvorgabe der Universität.

Das Statut der TUM GRADUATE SCHOOL findet sich hier in deutscher und englischer Sprache.

Kontakt: presse@tum.de

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