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Grußwort zur Eröffnung der „University Line“ U6

PROF. DR. DR. H.C.MULT. WOLFGANG A. HERRMANN

13.10.2006, Press releases

Vor einem Jahrhundert hätte man sie eine „Vizinalbahn“ genannt, weil sie die Nachbarn näher zusammenbringt. Tatsächlich verbindet die neue „University Li-ne“ die wissenschaftlichen Nachbarn zwischen Garching und Großhadern. Gleichzeitig entlastet sie den Verkehrsraum der Nordregion und bringt die junge, schon heute internationale Universitätsstadt in ein neues geografisches Zentrum, wohin sie gehört.

Die neue Schienenverbindung ist die wichtigste Infrastrukturmaßnahme in der 50jährigen der Garchinger Wissenschaftsgeschichte, deren Zukunft erst mit dem heutigen Tag gesichert ist. Heute ca. 10.000 Studierende und ca. 4.500 im Wissenschaftsumfeld Beschäftigte, allein von der Technischen Universität, lassen die „University Line“ logisch, ja unausweichlich erscheinen, jedoch haben wir dafür über Jahrzehnte argumentiert und gekämpft. Garching ist schon heute eines der größten und erfolgreichsten Forschungszentren Europas, das Atom-Ei im Stadtwappen kennt man als Gütesiegel von Tokyo bis San Francisco. Nun ist es also soweit, Garching fährt in die Zukunft. At home in Bavaria, successful in the world.

Für die Technische Universität ist Garching mit seinen fünf Fakultäten das Zentrum zwischen den Wissenschaftsstandorten Freising und München. Mehr noch: Es ist als naturwissenschaftlich-technischer Campus auch das Vernetzungszentrum mit der internationalen Wissenschaft, aber auch mit der regionalen Wirtschaft. Mit der in erster Priorität erforderlichen Verlagerung der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik wollen wir das Fächerspektrum ergänzen, und mit der baulichen Gestaltung der „Neuen Mitte“ wollen wir über ein Investorenmodell jene Infrastruktur schaffen, die aus dem „Forschungszentrum“ erst einen lebenswertes Wissenschaftscampus macht. Mit der unterirdischen Trassenführung, für die ich mich von Anfang an eingesetzt hatte, ist die „Grüne Campusmagistrale“ möglich geworden, ein großzügiges, freundliches architektonisches Strukturelement von besonderer Anziehungskraft.

Ich spreche heute allen Initiatoren und Gestaltern den Dank der Universität für das beherzte und ausdauernde Engagement aus, und ich gratuliere zur gleicher-maßen bewiesenen Weitsicht. Neben der Bayerischen Staatsregierung gilt mein Respekt stellvertretend unserer Universitätsstadt Garching, die das Großprojekt mutig geschultert hat. Welche Stadt kann schon von sich sagen, dass unter dem Maibaum eine U-Bahn hindurchfährt? Wo findet man ein Stadtparlament, das über Jahrzehnte hinweg für die Wissenschaft so aufgeschlossen ist, dass zahlreiche Großbauten und auch die nationale Forschungs-Neutronenquelle entstehen konnten? Und wo eine Stadtbevölkerung, die zugunsten dieser Wissenschafts-entwicklung viele Verkehrsbelastungen auf sich genommen hat? In dieser Logik hat das Stadtparlament gemeinsam mit uns eine wissenschaftsnahe Ausgestaltung der U-Bahn-Station im Forschungszentrum gewählt - Bekenntnis zu den Leistungen unserer Vorgänger und zum wissenschaftlich-technischen Fortschritt, aber auch Bekenntnis zum kritischen Rückbezug der Technik auf das Humanum als dem wahren Ziel dieses Fortschritts.

Mögen wir uns heute darüber freuen, dass wir mit unseren gemeinsamen Anstrengungen für die neue „Vizinalbahn“ vielen Studentengenerationen der Zukunft einen großen Dienst geleistet haben, aber auch der Bevölkerung der Nordregion. Garching ist in die Mitte gerückt. Engineering the Future!

PROF. DR. DR. H.C.MULT. WOLFGANG A. HERRMANN
Präsident der Technischen Universität München

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