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Science-Liste 2009

TUM unter den Top Ten der „Wichtigsten Entdeckungen des Jahres“

Geschlossen wegen Trockenstress: Spaltöffnungen der Ackerschmalwand

21.12.2009, News

Das renommierte Wissenschaftsjournal „Science“ kürt jedes Jahr die zehn herausragendsten Forschungsergebnisse. Beim diesjährigen Jahresrückblick der Science-Redaktion ist die Technische Universität München (TUM) mit dabei: Unter den Top Ten der wichtigsten Entdeckungen des Jahres 2009 rangiert die Entdeckung des lange gesuchten „ABA-Rezeptors“ für ein bestimmtes Pflanzen-Stresshormon. TUM-Forscher um Prof. Erwin Grill vom Lehrstuhl für Botanik hatten diesen Rezeptor - zeitgleich mit Botanikern aus Kalifornien - nach langer Suche gefunden.

Das TUM-Team kam im Jahr 2009 dem Signalempfänger auf die Spur, der die „innere Alarmanlage“ der Pflanze in trockenen Zeiten auslöst: Der sog. „ABA-Rezeptor“ empfängt das Signal des Stresshormons Abscisinsäure (kurz: ABA) und signalisiert einer Pflanze auf diese Weise, winzige Öffnungen in ihren Blättern zu schließen und dadurch ihren Wasserverlust zu verringern. Diese Erkenntnis, die den Bayern fast zeitlich mit einem kalifornischen Forscherteam geglückt, ist, wird im Zuge des Klimawandels Landwirten in aller Welt zu Gute kommen.

Neben dem ABA-Rezeptor haben die Science-Reporter neun weitere Entdeckungen als besonders wichtig ausgezeichnet. Als „Entdeckung des Jahres“ auf Platz eins landeten die versteinerten Überreste von „Ardi“, der damit ältesten bekannten Vorfahrin des Menschen. Das im Darwin-Jahr 2009 gefundene Skelett der Art „Ardipithecus ramidus“ ist mehr als 4,4 Millionen Jahre alt und hat damit die lange gesetzte Vier-Millionen-Jahre-Grenze auf der Suche nach unserem Ursprung durchbrochen.

Darüber hinaus nahmen die Science-Reporter unter anderem den Nachweis von bislang unbekannten Pulsaren in die Top Ten auf, sowie ein neues Kohlenstoffmaterial aus einatomigen Kohlenstoffschichten, das die Halbleiter-, Sensor- und Display-Technik revolutionieren könnte. Ebenfalls zu den zehn wichtigsten Entdeckungen 2009 zählt das Rapamycin: Dieser Naturstoff von der Osterinsel schiebt den Alterungsprozess von Säugetieren auf und könnte einmal eine neue Arznei für ein langes Leben werden.

Mehr zum ABA-Rezeptor, den das Team um Prof. Grill im Jahr 2009 gefunden hat, finden Sie unter http://portal.mytum.de/pressestelle/pressemitteilungen/news_article.2009-04-30.1603263000/

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