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Sichere und zuverlässige Hard- und Software:

Neuer Lehrstuhl für Sicherheit in der Informatik

Prof. Dr. Claudia Eckert

05.05.2009, News

Einen hochkarätigen Neuzugang kann die Technische Universität München (TUM) mit der Berufung von Frau Professor Claudia Eckert verzeichnen. Sie leitet den neuen Lehrstuhl für Sicherheit in der Informatik. Gleichzeitig baut sie für die Fraunhofer-Gesellschaft zwei neue Projektgruppen auf, die Konzepte, Verfahren und Lösungen zum Schutz von Soft- und Hardware entwickeln. Diese sollen die Keimzelle für das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) werden, das in Garching mit Unterstützung der Bayerischen Landesregierung soll.

Computer werden immer kleiner und vernetzen sich immer stärker: Schon heute stecken die meisten IT-Bauteile nicht mehr in PC und Laptop, sondern als eingebettete Systeme in Auto, Handy & Co. In Geräten und Maschinen übernehmen sie wichtige Steueraufgaben und sind meist verantwortlich für neue Funktionen. Gleichzeitig tauschen IT-Systeme immer mehr Daten aus, Dienste werden verstärkt ins Internet ausgelagert. Unternehmen nutzen beispielsweise Service-Orientierte Architekturen und Cloud-Computing und mieten Dienste, die sie früher selbst betrieben haben. Auf der einen Seite ermöglichen diese technischen Entwicklungen den Unternehmen große Flexibilität und neue Geschäftsmöglichkeiten; auf der anderen Seite wächst aber auch die Abhängigkeit von IT-basierten Systemen, deren Ausfall nicht nur die Kommunikation, sondern auch ganze Produktionsprozesse lahm legen kann.

Um hard- und softwarebasierte Systeme zuverlässig und sicher zu machen, entwickeln die Wissenschaftler um Frau Eckert Konzepte, Verfahren und Lösungen. Im Bereich der hardwarenahen Sicherheit geht es beispielsweise um Verfahren zur Komponentenidentifikation, die Produktpiraterie bei Maschinenbauteilen oder in der Unterhaltungselektronik verhindern sollen. Auch neue Testverfahren für eingebettete Systeme sollen entstehen. Weiterhin beschäftigen sich die Forscherinnen und Forscher mit der Zuverlässigkeit von Software-Systemen in der Automobil-, Logistik- und Finanzbranche. Für diese Domänen entwickeln die Wissenschaftler neue Konzepte zur Früherkennung von Gefahren sowie sichere webbasierte Dienste und vertrauenswürdige Plattformen, etwa für das sichere mobile Banking. Auch ein Qualitäts- und Testcenter entsteht derzeit. Dort können Unternehmen bald die Sicherheit ihrer komplexen Anwendungen und Komponenten prüfen.

Zwischen dem Lehrstuhl für Sicherheit in der Informatik, den beiden Fraunhofer-Projektgruppen sowie den Fakultäten für Informatik und für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU München wird es eine enge Zusammenarbeit geben. „Wir freuen uns sehr darüber, dass es gelungen ist, Frau Eckert für Forschung und Lehre an der TU München zu gewinnen,“ sagt Professor Liqiu Meng, Vizepräsidentin der TU München. „Die Zusammenarbeit zwischen TUM und Fraunhofer-Institut – Universität und außeruniversitärer Forschungseinrichtung im Allgemeinen – bedeutet eine Ressourcen optimierende und nachhaltige Win-Win-Strategie für exzellente Forschung und Lehre. Gemeinsamkeit macht uns stärker. Ein Netzwerk ist robuster und damit weniger anfällig als einzelne isolierte Knoten. Daher macht uns Gemeinsamkeit auch sicherer.“

Jede Firma, Bank, Klinik oder jedes Energieversorgungsunternehmen ist auf Informationstechnologie angewiesen. Mit dieser Abhängigkeit steigen auch die Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit. „Wir stellen uns der großen Herausforderung und suchen gemeinsam mit unseren Forschungspartnern nach Lösungen. Die Region München bietet mit der TU München und den ansässigen Hightech-Unternehmen ein exzellentes wissenschaftliches und wirtschaftliches Umfeld,“ erklärt Prof. Ulrich Buller, Vorstand Forschungsplanung der Fraunhofer-Gesellschaft. „Mit Hilfe von IT-Innovationen lassen sich nicht nur Geschäftsprozesse sicherer gestalten. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnen auch die Chance, neue Produkte und Services zu entwickeln und damit neue Märkte zu erschließen.“

Die Arbeitsgruppen haben mit Jahresbeginn den Betrieb aufgenommen. 16 Mitarbeiter sind bereits vor Ort. Bis zum Jahresende soll sich die Zahl verdoppeln und in den darauf folgenden Jahren auf über 50 Personen anwachsen. „In kurzer Zeit ist es gelungen, hervorragende Forscherrinnen und Forscher für die Mitarbeit zu gewinnen. Erste Projekte, insbesondere mit regionalen Unternehmen, sind bereits angelaufen,“ sagt Eckert. „Die neuen Projektgruppen ermöglichen uns nicht nur einen besseren Zugang zur wichtigen Metropolregion München und den bayerischen Unternehmen, sondern ergänzen unsere Kompetenzen an den Standorten Darmstadt sowie Birlinghoven bei Bonn und sorgen damit für viele positive Synergien.“

Die Einrichtung der Fraunhofer-Projektgruppen ist gleichzeitig der Auftakt für den Aufbau eines Institutszentrums in Garching. Dies soll in den kommenden fünf Jahren gebaut werden und auch andere Fraunhofer-Institute und Forschungsgruppen beherbergen. Das Land Bayern unterstützt die Neu-Gründung des SIT in den kommenden fünf Jahren mit etwa 12 Mio. Euro. Die Mittel sind Teil der mit insgesamt 150 Millionen dotierten Initiative BayernFIT, mit der die Landesregierung den Ausbau diverser Fraunhofer-Aktivitäten in Bayern unterstützt. „Die Verlässlichkeit und Manipulationssicherheit von IT-Systemen hat für Wirtschaft, Staat und alle Menschen mittlerweile strategische Bedeutung,“ so Ministerialdirektor Dr. Hans Schleicher, Amtschef des bayerischen Wirtschaftsministeriums. „Es ist technologie- wie standortpolitisch sehr bedeutsam, wenn in Garching ein Kompetenzzentrum entsteht, das zu enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bereit ist. Gerade jetzt dürfen Forschung und Entwicklung nicht vernachlässigt werden, damit wir aus der Wirtschaftskrise gestärkt mit neuen Ideen und Produkten hervorgehen. Ich appelliere an die Unternehmen, diesen Kurs der Bayerischen Staatsregierung mitzugehen und trotz Krise weiter in Forschung und Entwicklung zu investieren.“

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