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TUM-Ernährungswissenschaftlerin mit dem Förderpreis 2011 des Instituts Danone ausgezeichnet:

Stress in Mitochondrien trägt zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen bei

Nahaufnahme von Zellen der gesunden Darmschleimhaut (Bildquelle: Dirk Haller / TUM)

03.06.2011, News

Die Ernährungswissenschaftlerin Eva Rath aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dirk Haller am Lehrstuhl für Biofunktionalität der Lebensmittel der Technischen Universität München (TUM) erhält den Förderpreis 2011 des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit e.V. für ihre Forschungsarbeit zu zellulären Stressmechanismen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) betreffen mehr als 300.000 Personen in Deutschland. Die Ursachen dieser Erkrankungen, zu der auch Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören, sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Die vom Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. ausgezeichnete Forschungsarbeit aus der Technischen Universität München klärt nun einen neuen, wichtigen Puzzlestein im Gesamtbild der Krankheitsentstehung von CED auf.

Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Bereitstellung von Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP), was als wichtiger Regulator in allen energieliefernden Prozessen des Stoffwechsels von Mensch und Tier dient. Besonders wichtig sind Mitochondrien bei Entzündungen, da hier der zelluläre Energiebedarf gesteigert ist. Durch Immunzellen vermittelte Entzündungsprozesse in der Dünn- oder Dickdarmschleimhaut – wie sie auch bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vorliegen - könnten Stressmechanismen der Mitochondrien angeschaltet werden.

Diese wissenschaftliche These bestätigte kürzlich TUM-Ernährungswissenschaftlerin Eva Rath. Die Preisträgerin konnte erstmals zeigen, dass Mitochondrien in direktem Zusammenhang mit Entzündung und zellulärem Stress stehen und so zur Krankheitsentstehung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED) beitragen. Sie identifizierte neue krankheitsrelevante Stoffwechselmechanismen mit Signalfunktion in den Darmschleimhautzellen sowohl bei erkrankten Mäusen als auch in der Gruppe betroffener Patienten. In Form von 132 erstmalig identifizierten Proteinen bewirken diese Signale eine Kaskade biochemischer Abläufe, die in eine erhöhte Nachweisbarkeit der Proteine GRP 78 bzw. CPN 60 in den Epithelzellen münden. Dies sind Verbindungen, deren fördernder Beitrag zu chronischen Stoffwechsel- und Entzündungskrankheiten in der Biomedizin bereits anerkannt ist.

Das Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. verleiht den mit 5.000,- € dotierten Förderpreis seit 2005 jährlich für Nachwuchswissenschaftler mit herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaft bzw. Ernährungsmedizin. Ziel des IDE ist es, exzellente junge Forscher in ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu unterstützen. Die Auswahl der prämierten Projekte erfolgt durch einen Ausschuss des wissenschaftlichen Beirates des IDE aus renommierten Wissenschaftlern der ernährungsrelevanten Fachrichtungen.

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