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Bachelor/Master-Format bewährt sich

Keine Studienzeitverlängerung durch Bologna an der TU München

06.04.2009, Press releases

Nach 10jähriger Erfahrung mit der zweistufigen Bachelor/Master-Ausbildung ist an der Technischen Universität München (TUM) keine Verlängerung der Studienzeiten festzustellen. Dieser Befund steht im Gegensatz zu vielfach geäußerten Vermutungen, dass der „Bologna-Prozess“ an den deutschen Universitäten gegenteilige Effekte nach sich ziehe.

Dazu folgende Zahlen: Die durchschnittliche Studiendauer der klassischen Diplomstudiengänge betrug an der TUM in den Jahren vor der Umstellung 11,5 Semester und lag damit bereits niedriger als der Bundesdurchschnitt. Nach einer statistisch nicht aussagekräftig bewertbaren Übergangsphase pendeln sich die Studienzeiten aktuell auf 7,0 Semester (Bachelor) bzw. 11,0 Semester (Bachelor einschl. konsekutiver Master) ein. Studienzeitverkürzungen für ein Vollstudium melden beispielsweise die Chemie (9,8 statt 11,1 Semester) und die Biologie (9,9 statt 11,3 Semester). Die Bachelor-Studiengänge in diesen Fächern liegen wie geplant bei 6 Semestern. Eine Studienzeitverlängerung beim Vollstudium wird tendenziell bei der Elektro- und Informationstechnik beobachtet, die allerdings erst vergleichsweise spät die Umstellung vorgenommen hat. Aber auch in diesem typischen Technikfach ist das Vollstudium derzeit nach ca. 12 Semestern abgeschlossen.

„Diese Bilanz hatten wir erwartet, weil bei uns die Ausbildung trotz des hohen wissenschaftlichen Anspruchs gut organisiert ist und weil sich das Lehrpersonal um seine Studenten kümmert“, kommentiert TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann die Ergebnisse. „Das zweistufige Studienformat hat die Mobilität der Studierenden verbessert, was sich insbesondere an der Schnittstelle Bachelor/Master zeigt, aber auch durch vermehrte Auslandsaufenthalte während der beiden Studienabschnitte.“ Allerdings sei die Aufrechterhaltung der vergleichsweise kurzen Studienzeiten nur durch einen überobligatorischen Betreuungsaufwand durch das Lehrpersonal einschließlich der Assistenten möglich gewesen. „Eine weitere Effizienzverbesserung ist nur noch durch eine gesteigerte Personal- und Ressourcendichte möglich“, so Herrmann unter Hinweis auf die seit mehreren Jahren bundesweit überproportionale Zunahme der Studierenden an der Technischen Universität München.

Ihren Absolventen mit einem Ingenieurvollstudium verleiht die TUM gleichzeitig die akademischen Grade M.Sc. und Dipl.-Ing. (TUM). „Der Abschlusstitel Diplom-Ingenieur ist ein international wertbesetztes Markenzeichen der deutschen Ingenieursausbildung. Wir sind doch nicht verrückt, auf unser Markenzeichen zu verzichten", so Herrmann.

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