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Ehrendoktorwürde für Prof. Franz Mayinger

Prof. Franz Mayinger mit Dekan Prof. Fischerauer (links) und und Präsident Prof. Ruppert (rechts), Universität Bayreuth

25.07.2006, Pressemitteilungen

Die Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der Universität Bayreuth hat Prof. Franz Mayinger, emeritierter Ordinarius für Thermodynamik der TU München, in Würdigung seiner herausragenden wissenschaftlichen Verdienste die Ehrendoktorwürde verliehen.

Mayinger gilt bis heute als einer der profiliertesten Vertreter der deutschen Ingenieurwissenschaften. In seiner Laudatio würdigte ihn Prof. Franz Josef Durst vom Lehrstuhl für Strömungsmechanik der Universität Erlangen-Nürnberg als einen innovativen Wissenschaftler, dessen Forschungsergebnisse viele andere Disziplinen nachhaltig beeinflusst hätten. Seine ausgeprägte Fähigkeit, hochkomplexe Zusammenhänge schnell zu erfassen und auf den Punkt zu bringen, zeige sich in seinen Forschungsarbeiten wie in seiner Tätigkeit als Hochschullehrer. Besonders hervorzuheben sei auch sein langjähriges Engagement in Gremien wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Wissenschaftsrates sowie im wissenschaftlichen-technischen Beirat der Bayerischen Staatsregierung. Mit der Universität Bayreuth ist Franz Mayinger seit langem verbunden: als Gründungsdekan der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften und Vorsitzender des Hochschulrates.

Der 1931 in Augsburg geborene Franz Mayinger studierte an der Technischen Hochschule München Maschinenbau, wo er 1961 am Institut für Thermodynamik promovierte. Seine nachfolgende Industrietätigkeit bei MAN als Leiter der Abteilung für Kern- und Verfahrenstechnik legte den Grundstein für seine wissenschaftliche Karriere. Die TU Hannover berief ihn 1969 an den neu geschaffenen Lehrstuhl für Verfahrenstechnik, den er in den folgenden zwölf Jahren zu internationaler Bedeutung führte. Im Jahre 1981 folgte Franz Mayinger dem Ruf auf den Lehrstuhl für Thermodynamik an die TU München und leitete diesen bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999.

Mayingers Forschungsscherpunkt lag auf dem Gebiet der Thermofluiddynamik. Hier befasste er sich zunächst mit Stoffwerten und Wärmeübertragungsphänomenen vor allem im Zusammenhang mit mehrphasigen Strömungen, wie sie in Reaktoren und verfahrenstechnischen Apparaten vorkommen. Eine Spezialität, die hohe wissenschaftliche Anerkennung gefunden hat, war der frühe Einsatz von selbst entwickelten optischen Messverfahren. An der TU München baute Mayinger den Lehrstuhl A für Thermodynamik konsequent aus und konzentrierte sich hier im wesentlichen auf die Disziplinen Mehrphasenströmungen, Wärme- und Stoffübertragung, Verbrennung sowie das Process Engineering - der Umsetzung in effizientere technische Verfahren.

Durch seine Forschungsarbeiten wie auch sein hohes Engagement in zahlreichen Organisationen, Verbänden und Ausschüssen hat Franz Mayinger die Entwicklung des Ingenieurwesens entscheidend mitgeprägt. 1989 rief er den Bayerischen Forschungsverbund Systemtechnik ins Leben, in dem Forschungsinstitute und Industrieunternehmen eng kooperieren. Mayingers wissenschaftliches Wirken ist in fünf Büchern und über 300 Veröffentlichungen dokumentiert. Er war lange Jahre geschäftsführender Herausgeber der "Wärme- und Stoffübertragung" und engagiert sich als Mitherausgeber anderer internationaler Fachzeitschriften.

Franz Mayinger wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem “Max Jakob Award" der American Society for Mechanical Engineers sowie der Medaille "Pro Meritis" des bayerischen Kultusministeriums. Seit 1989 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1990 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

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