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TUM-Präsident Herrmann: „Gemeinsam sind wir stärker!“

Erste Absolventenfeier der Münchner Bioinformatik

08.07.2005, Press releases

Der gemeinsame Studiengang Bioinformatik ist ein Testfall für die „Allianz der Stärke“ – TUM, LMU, GSF und MPG im gleichen Boot: Am Freitag, den 8. Juli 2005, findet in der TU München (TUM) die Verabschiedung des 1. Absolventenjahrgangs Bioinformatik, des gemeinsamen Studiengangs der TUM und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, statt.

Die Bioinformatik ist der Schlüssel zur Erforschung der Baupläne und Erbanlagen von Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren wie auch des Menschen. Die Analyse der Information, die etwa in den drei Milliarden Basenpaaren des Humangenoms verborgen ist, wird das Wissen um das menschliche Leben entscheidend prägen. Die Herausforderung für die Bioinformatiker ist das rasante Wachstum der Daten und die unzureichenden Möglichkeiten ihrer Interpretation. Die Bioinformatik ist eine noch junge, interdisziplinäre Wissenschaft. Sie führt Kenntnisse und Methoden der Biologie, der Chemie und Pharmazie sowie der Informatik, Statistik und Mathematik zusammen.

Ohne die Bioinformatik bleibt das Potential der Genomforschung weitgehend ungenutzt; auch die wirtschaftliche Umsetzung ihrer Resultate ist gefährdet. Sie eröffnet völlig neue Perspektiven in Forschung, Lehre und damit auch auf dem Arbeitsmarkt. Besonders die Industrie und die jungen erfolgreichen Unternehmen der Biotechnologie suchen dringend bestens ausgebildete Bioinformatiker. Der Standort München bietet hier mit seinen Forschungs-, Ausbildungs- und Serviceeinrichtungen ideale Voraussetzungen: Die TUM und die LMU haben gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Biochemie und dem Forschungzentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Netzwerk Bioinformatik - Bioinformatics Munich (BIM) - gegründet. Im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung hatte sich das Münchner Projekt als eines der fünf deutschen „Centers of Excellence“ der Bioinformatik durchgesetzt - neben den Initiativen der Universitäten von Bielefeld, Leipzig, Saarbrücken und Tübingen.

Für TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann ist die Bioinformatik unverzichtbar in der "deutschen Wissenschaftshauptstadt München": "Die Biotechnologie-Region München steht weltweit an der Spitze – mit Boston, dem Silicon Valley und Edinburgh. Durch Bündelung aller Kräfte reagieren wir schnell auf die Anforderungen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Das Beispiel Bioinformatik zeigt, was TUM und LMU als Spitzenuniversitäten gemeinsam zu leisten vermögen.“

Gemeinsamer Studiengang Bioinformatik – ein Erfolgsmodell

Bioinformatiker müssen den Dialog mit Biowissenschaftlern und Informatikern bzw. Mathematikern gleichermaßen führen; sie müssen ebenso sicher über die Molekularbiologie wie über die Wahrscheinlichkeitslehre diskutieren können. Die TU München und die Ludwig-Maximilians-Universität München haben daher einen neuen Studiengang Bioinformatik entwickelt, der seit dem Wintersemester 2000/01 angeboten wird. Er kann mit dem Titel eines Bachelors, Masters oder Diplombioinformatikers abgeschlossen werden. Noch im Wintersemester 2000/2001 wurden die beiden ersten Lehrstühle für Bioinformatik an der TUM (Prof. Hans-Werner Mewes; Genomorientierte Bioinformatik) und der LMU besetzt. Hinzu kommen Extraordinariate in der Biologie, der Medizin und der Informatik. Die GSF hat zudem die Einrichtung eines Instituts für Bioinformatik beschlossen. Die Einschreibung der Studierenden findet an der LMU statt, während die TUM für die Prüfungen verantwortlich ist. Es gibt eine gemeinsame Prüfungskommission.

Der Studienplan sieht in den sechs Semestern des Bachelor-Studiums Lehrveranstaltungen in den Bereichen Bioinformatik, Informatik, Mathematik, Chemie und Biologie vor. Das neue Angebot berücksichtigt - und das ist wichtig - die Erkenntnis, dass Bioinformatik mehr ist als die Summe einzelner Fächer. Daher werden bereits im ersten Semester Grundlagen und Methoden der Bioinformatik vermittelt. In den übrigen Kernfächern nehmen die Studenten an den Grundvorlesungen teil. Die Biologische Fakultät der LMU bietet die speziell für Bioinformatiker eingerichteten Lehrveranstaltungen an. Im Studium für Fortgeschrittene sind vor allem Blockkurse vorgesehen, in denen Themen wie die Genomanalyse, die Strukturvorhersage von Proteinen oder der Entwurf und die Optimierung von Algorithmen und Knowledge-Systemen behandelt werden.


Absolventenfeier der Bioinformatik
Freitag, 8. Juli 2005, 16 Uhr
Senatssaal der TU München,
Arcisstr. 21 , 80333 München

Medienvertreter sind herzlich willkommen!

Kontakt: presse@tum.de

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http://www.bioinformatik-muenchen.de/

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Tel.: +49.89.289.22778
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