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Drei Mio. Euro für TUM-Elitestudiengänge

14.11.2008, News

Die beiden Elitestudiengänge „TopMath“ und „Technology Management“ an der Technischen Universität München können sich über eine positive Begutachtung freuen. Wie das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mitteilte, stellten die Fachgutachter eine exzellente Qualität fest und gaben ein positives Votum hinsichtlich der Weiterförderung ab. Mit der Verlängerung von insgesamt sieben Elitestudiengänge und fünf Internationalen Doktorandenkollegs fördert der Freistaat Bayern mit Unterstützung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft die beteiligten Universitäten mit 6,8 Mio. Euro pro Jahr für Stellen und Sachmittel.

Von den Fördermitteln entfallen fast die Hälfte - also rund 3 Mio. Euro - auf die Technische Universität München als federführende Universität der beiden Elitestudiengänge sowie der drei Doktorandenkollegs „Quanten-Computing“, „Nanodesign von Hochleistungskatalysatoren“ und „Materials Science of Complex Interfaces“.

Der Elitestudiengang TopMath ist für die besten Mathematikstudierenden konzipiert. Diese sollen in kürzester Zeit zur Promotion geführt werden (3 Jahre nach dem Bachelor statt üblicherweise 5-6). Für eine Aufnahme sind exzellente Studienleistungen in den ersten beiden Jahren bzw. ein exzellenter Bachelorabschluss in einem mathematischen Studiengang (oder äquivalente Qualifikation) notwendig. Hat man die Aufnahme geschafft, sorgt eine individuellen 1-zu-1-Betreuung für bestmögliche Förderung.

Als Kernqualifikationsleistung des Elitestudiengangs "Technology Management" werden in englischer Sprache anwendungsorientiertes Theorie- und Methodenwissen und praktische Erfahrung in Technologieforschung, Produktentwicklung, Management von Informationssystemen, Business Planning und Entrepreneurship vermittelt. Angestrebt wird eine exzellente Lehre, verwirklicht durch innovative Kursformate, intensive Betreuung, starke Vernetzung und gelebte Interdisziplinarität, ein hohes Maß an Internationalität sowie die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen.

Das Doktorandenkolleg "Quanten-Computing" richtet sich an Physiker, physikalische Chemiker sowie Informatiker und Mathematiker. Um Quanteneffekte in der Nanotechnologie kontrollieren und in der Quantentechnologie nutzen zu können, sind spezifische Methoden erforderlich. Zentrale Elemente sind dabei Quanten-Kontrolle, -Kommunikation und Informations-Verarbeitung. Sie sind die tragenden Säulen des Kollegs. Die Verbindung von Experiment und Theorie drückt sich aus in einem eigens eingerichteten ENB-Programm mit gemeinsamen Curriculum und gemeinsamer Betreuung durch je einen Hauptverantwortlichen und einen Partner in München sowie einen assoziierten Partner im Ausland.

Das internationale Doktorandenkolleg „NanoCat“ ist in zahlreichen Wissenschaftsdisziplinen (Anorganische Chemie, Organische Chemie, Technische Chemie und Theoretische Chemie) aufgestellt, um die Entwicklung neuartiger nanostrukturierter Hybrid-Katalysatoren aus definierten molekularen (metallorganischen) Katalysatorvorstufen voranzutreiben. Durch moderne Strategien werden hocheffiziente, regenerierbare Katalysatoren im Nanoregime synthetisiert und charakterisiert. Sie sollen in Modellreaktionen getestet und mittels quantenchemischer Berechnungen besser verstanden werden. Homogen-Katalyse, Heterogen-Katalyse, Organokatalyse und Bio(Enzym)-Katalyse werden so in Experiment und Theorie verknüpft.

Die zentrale Fragestellung des Graduiertenkollegs "Materials Science of Complex Interfaces“ die Kopplung "weicher" Materie, von Biomolekülen bis hin zu synthetischen Polymeren, mit "harten" Oberflächen, wie beispielsweise Halbleitern oder Metallen, sein. Ziel ist es unter anderem, komplexe biofunktionelle oder biomimetische Oberflächen zu schaffen. Um den Herausforderungen dieses interdisziplinären Forschungsgebietes zu begegnen, richtet die TUM dieses Internationale Doktorandenkolleg ein.

Das Elitenetzwerk Bayern ist ein bundesweit einmaliges Programm zur Förderung der akademischen Spitzenausbildung. Der Freistaat fördert mit Unterstützung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft derzeit 11 Internationale Doktorandenkollegs sowie 21 Elitestudiengänge an neun bayerischen Universitäten.

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