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125. Todestag des TUM-Gründers Ludwig II. von Bayern

Außen romantisch – innen technisch: Strom für die Beleuchtung der Venusgrotte von Schloss Linderhof lieferte das erste Elektrizitätswerk der Welt. (Foto: Konrad Kurzacz)

10.06.2011, Aktuelle Meldungen

Am 13. Juni gedenkt die Technische Universität München (TUM) ihres Gründers, König Ludwig II. von Bayern, der vor 125 Jahren unter tragischen Umständen ums Leben kam. Der technikbegeisterte Monarch gründete 1868 die „Königlich Bayerische Polytechnische Schule“ zu München, die später zur Technischen Universität München wurde. Mit der neuen Hochschule förderte der König die Ausbildung von Ingenieuren in Bayern, um Kompetenz zum Aufbau der industriellen Infrastruktur zu schaffen.

Wer die weltbekannten Schlösser König Ludwig II. von Bayern besucht, vermutet in den historisierenden Bauwerken vor romantischer Kulisse kaum die moderne Technik, mit der der König sie ausstatten ließ. So bezieht die elektrisch ausgeleuchtete Venusgrotte von Schloss Linderhof ihren Strom durch 24 Dynamos des ersten Elektrizitätswerks der Welt (1876), und mittels ausgeklügelter Mechanik wurden die versenkbaren Speisetische in Linderhof und Herrenchiemsee zu „Tischlein deck dich“. Den königlichen Schlitten zierte ein künstlicher, akkubetriebener Mond, und auf Schloss Neuschwanstein ging die erste Telefonanlage Bayerns in Beitrieb.

In der Konstruktion des „Märchenschlosses“ Neuschwanstein verwendeten die Baumeister ummantelte Stahlträger und -rippen, beim Bau des Schlosses halfen Lastkräne, die mit Dampfmaschinen betrieben wurden. Der Stil des Bauwerks war zwar einer alten deutschen Ritterburg nachempfunden – drinnen aber sorgte moderne Technik für Annehmlichkeiten: Neben Telefon und elektrischer Rufanlage gab es eine Heißluft-Zentralheizung und fließendes Wasser, in der Küche sogar heiß und kalt. Die Toilette verfügte über eine automatische Wasserspülung.

Mit seinen Schlössern schuf der König sich einerseits eine historisierende Traumwelt, die jedoch auf der anderen Seite durch die Nutzung und Planung zum Teil visionärer Technikvorhaben in der Moderne fest verhaftet war. So wurde seine technische Vision eines Flugwagens nach seinem Tod als Beweis einer Geisteskrankheit gesehen – doch schon zehn Jahre später gab es die ersten Flugzeuge.

„Seine“ Hochschule trägt seit 1868 dazu bei, dass im rohstoffarmen Bayern Ingenieure, Naturwissenschaftler und später auch Wirtschaftswissenschaftler und Mediziner ausgebildet werden und damit den geistigen Reichtum im Land zu vermehren helfen. Die heutige TUM hat den Wandel vom Agrarland zum Hightech-Standort in allen Phasen maßgeblich geprägt.

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