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Akupunktur hilft bei Kopfschmerzen – aber “Schein”-Akupunktur fast genauso gut

Weniger wichtig: Die Wahl der richtigen Akupunkturpunkte.

22.01.2009, Pressemitteilungen

Der Frage, ob Akupunktur bei Kopfschmerzen hilft, widmen sich zwei aktuelle Veröffentlichungen einer Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von PD Dr. Klaus Linde vom Zentrum für Naturheilkundliche Forschung am Klinikum rechts der Isar. Die Forscher fassen darin die Daten aus insgesamt 33 Studien, in denen über 6.700 Patienten eingeschlossen waren, zusammen. Das Ergebnis der Untersuchung ist verblüffend: Wer an Kopfschmerzen leidet, dem hilft Akupunktur in der Regel sehr gut – allerdings macht es nur einen geringen Unterschied, wie und wo die Akupunktur-Nadeln angebracht werden.

In zwei verschiedenen Überblicksarbeiten belegen die Forscher, dass Akupunktur bei Kopfschmerzen und Migräne wirksam ist. Aber die Daten zeigen auch, dass die Behandlung nahezu ebenso effektiv sein kann, wenn die Nadeln „falsch“ gesetzt werden. Klaus Linde: “Ein großer Teil des klinischen Nutzens von Akupunktur könnte durch die unspezifische Wirkung der Nadeln und durch starke Placeboeffekte entstehen. Das bedeutet, dass die Wahl ganz bestimmter Akupunkturpunkte weniger wichtig sein könnte, als viele bisher glaubten.“ Während sich eine der beiden Studien auf eher mildere, aber häufige Spannungskopfschmerzen konzentriert, beschäftigt sich die andere mit stärkeren, aber selteneren Kopfschmerzen bzw. Migräne. Nach einer mindestens achtwöchigen Behandlung litten in beiden Fällen Patienten, die zusätzlich zu Schmerzmitteln zur Behandlung akuter Kopfschmerzen Akupunktur erhielten, seltener unter Kopfschmerzen als diejenigen, die ausschließlich Schmerzmittel bekamen. Bei Migräne erwies sich Akupunktur auch der Einnahme von wirksamen, prophylaktischen Medikamenten überlegen, nicht jedoch einer „Schein“-Akupunktur. Bei Spannungskopfschmerzen war die „echte“ Akupunktur der „Schein“-Akupunktur hingegen leicht überlegen. Klaus Linde: “Die Ergebnisse belegen, dass Akupunktur in jedem Fall eine nebenwirkungsarme Alternative zur Einnahme von Schmerzmitteln sein kann. Nun sind aus unserer Sicht noch weitere Forschungen erforderlich. Denn der behandelnde Arzt sollte beispielsweise wissen, wie lange die positive Wirkung von Akupunktur andauert oder ob umfassender ausgebildete Akupunkteure wirklich bessere Ergebnisse erzielen als solche, die nur eine Grundausbildung gemacht haben.“

Kontakt: presse@tum.de

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