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TU München gedenkt Ernst Otto Fischer

Akademische Gedenkfeier zu Ehren des verstorbenen Nobelpreisträgers

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Otto Fischer

06.11.2007, News

Zum Gedenken an den verstorbenen Nobelpreisträger Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Otto Fischer veranstaltet die TU München am Freitag, 9. November 2007, eine Akademische Gedenkfeier. Der international hoch geachtete Chemiker verstarb am 23. Juli 2007 88-jährig in München. Zur Gedenkfeier werden über 150 ehemalige Schüler, Kollegen und Freunde des international hoch geachteten Chemikers erwartet.

Veranstaltungsort:
Technische Universität München
Arcisstrasse 21, 80333 München
Hörsaal 1100, Beginn um 16.00 Uhr

Gedenkvorträge:
"E. O. Fischer – Feuersporn der Chemie"
Prof. Dr. h.c. mult Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München

"Erinnerungen an E. O. Fischer" Dr. Reinhard Jira, ehemals Chemischer Leiter und Forschungsleiter der Wacker Chemie GmbH, Werk Burghausen

Für seine bahnbrechenden Arbeiten in der Erforschung der metallorganischen Sandwichkomplexe erhielt Ernst Otto Fischer 1973 zusammen mit dem Briten Geoffrey Wilkinson den Chemie-Nobelpreis. Durch die Pionierarbeit Ernst Otto Fischers und seiner Mitarbeiter veränderte sich das Bild von der chemischen Bindung, wurden weltweit Forschungsgruppen angeregt, sich mit den neuartigen metallorganischen Verbindungen zu beschäftigen.

Als Sohn eines Physikers in München geboren, wurde Fischer nach dem Studium der Chemie an der damaligen Technischen Hochschule München 1954 Privatdozent. Drei Jahre später bekam er einen Lehrstuhl an der Münchner Universität und wechselte 1964 zur jetzigen Technischen Universität (TU) zurück, wo er die Nachfolge seines Lehrers Walter Hieber am Lehrstuhl für anorganische Chemie antrat, den er bis zu seiner Emeritierung 1984 innehatte. Mehrere Rufe an andere Universitäten lehnte der Chemiker ab.

Aufbauend auf den Arbeiten seines akademischen Lehrers Hieber schlug Fischer eine der bedeutendsten Brücken zwischen der anorganischen und der organischen Chemie. Wesentliche Teilgebiete der metallorganischen Chemie wären nach Ansicht von Experten ohne die Entdeckungen in den Münchner Labors unvorstellbar.

Fischers erste große Erfolge in der Zeit von 1955 bis 1965 führten wegen ihrer großen Bedeutung schon sehr früh zu nationalen und schließlich im Nobelpreis gipfelnden internationalen Ehrungen. "Die Welten der anorganischen und der organischen Chemie zu überbrücken, darauf lief Fischers Lebenswerk hinaus", würdigte TUM-Präsident Professor Wolfgang Herrmann den Chemiker zum 85. Geburtstag. "Wir Schüler konnten uns von ihm die Lust am Neuen abschauen. Wir haben von ihm nicht nur das Wissenwollen, sondern auch das Staunenkönnen gelernt", so Herrmann über seinen ehemaligen Lehrer.

Kontakt: presse@tum.de

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