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 Vortrag

Sharing Economy in der Energiewirtschaft

Monday 24.07.2017, 16:00 - 17:30



Veranstaltungsort:

N3815 

Vortragender
Alexander Bogensperger, Anika Regett, Michael Hinterstocker; FfE e.V. München

1. Grundlagen der Sharing Economy (A. Bogensperger) 2. Sharing Economy aus Umweltsicht (A. Regett) 3. Sharing Economy aus energiewirtschaftlicher Sicht (A.Bogensperger) 4. Digitalisierung & Blockchain als Enabler der Sharing Economy? (M. Hinterstocker) 5. Diskussion

  1. Der Begriff „Sharing Economy“ beschreibt die gemeinsame, geteilte Nutzung von Ressourcen, die nicht dauerhaft benötigt werden oder bislang ungenutzt sind. Durch eine Vernetzung über (Online-) Plattformen können diese Ressourcen der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden und somit den Bedarf an Besitz reduzieren. In vielen Branchen findet die Sharing Economy bereits großen Anklang (vgl. Uber, AirBnB,kickstarter, couchsurfing etc.) und auch in der Energiewirtschaft zeichnen sich große Potenziale ab, die durch die Digitalisierung erschlossen werden können.
  2. Durch die geteilte Nutzung von Produkten oder Technologien in der Sharing Economy kann die Rohstoffproduktivität erhöht werden, indem bei gleichem Materialeinsatz ein höherer Nutzen erzielt wird. Im Falle von Traktionsbatterien hieße dies beispielsweise, dass die Stillstandszeiten von Elektrofahrzeugen genutzt werden, um einen Beitrag zum Energiesystem z.B. in Form von Spitzenlastkappung zu leisten.
  3. Das Energiesystem bietet eine Reihe von Potenzialen und Technologien die geteilt werden können. So sind gerade Batterietechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette einsetzbar und können daher zwischen verschiedenen Akteuren geteilt werden. Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und Parkplätze sind häufig in Privatbesitz und sind einen Großteil der Zeit ungenutzt, während in Großstädten sowohl Parkraum als auch Ladesäulen Mangelware sind. Sharing Economy bedeutet ferner, dass auch privat erzeugter Strom direkt zwischen Nachbarn gehandelt oder durch gemeinsame Investitionen (crowdfunding) in erneuerbare Energien investiert werden kann.
  4. Zur Erschließung von Sharing-Potenzialen ist die Digitalisierung eine notwendige Grundlage, da nur so angebots- und nachfrageseitige Akteure miteinander in Verbindung treten können. Zudem bedarf es eines kostengünstigen, einheitlichen, transparenten und sicheren Kommunikations- und Abrechnungsweges, welcher potenziell durch die sog. „Blockchain-Technologie“ bereitgestellt werden kann. Mittels dieses dezentralisierten Netzwerkes lassen sich beispielsweise Finanztransaktionen oder Informationsaustausch direkt zwischen Verbrauchern durchführen, ohne dass ein Vermittler (Bank/Energieversorger) notwendig ist.

Nähere Informationen auch auf www.ffe.de


Veranstalter
Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwedungstechnik, TU München

Ansprechpartner
Marianne Winkelmayer


Weitere Informationen unter: http://www.ewk.ei.tum.de/aktuelles/

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