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TUM Schulcluster Berchtesgadener Land erweitert sich schulartübergreifend

14.10.2008, News

Wie sich die Zusammenarbeit zwischen Universität und Schule gewinnbringend gestalten lässt, zeigt das Schulcluster Berchtesgadener Land, das das Zentralinstituts für Lehrerbildung und Lehrerfortbildung (ZLL) der TU München gemeinsam mit den hiesigen Gymnasien voreinem Jahr begründete. Heute werden nun sechs weitere Schulen in das Cluster aufgenommen.

Das Berchtesgadener Land ist mit einem sogenannten Schulcluster seit November 2007 ein Vorreiter für eine neue Form der Zusammenarbeit mit der TU München. Hier schlossen sich mehrere Gymnasien aus dem Landkreis zusammen, um den Schülern wissenschaftliche Veranstaltungen zu ermöglichen. Zur Zeit findet zum Beispiel gerade der vom Schulcluster organisierte Wissenschaftsherbst Berchtesgadener Land statt. Renommierte Wissenschaftler, unter anderem der TUM und des Max-Planck-Instituts für Astrophysik Garching, halten an den Schulen naturwissenschaftliche Vorträge.

Zu den bereits bestehenden vier Gymnasien des Schulclusters Berchtesgadener Land kommen nun andere Schularten hinzu: In einer Zeremonie werden der Mädchen-Realschule Maria-Ward-Schule aus Bad Reichenhall, der Knabenrealschule Freilassing, der Berufsschule Freilassing, der Hauptschule an der Zenostraße aus Bad Reichenhall, der Grundschule Marktschellenberg und der Volksschule Bischofswiesen ihre Mitgliedsurkunden überreicht. Die Schulartenvielfalt hat den Vorteil, dass die unterschiedlichen Schulen voneinander profitieren: Zum Beispiel können Gymnasiasten, wenn im Physikunterricht die Funktionsweise eines Motors auf dem Lehrplan steht, in die Berufsschule Freilassing gehen und sich den neuesten Verbrennungsmotor der Auszubildenden für KFZ-Mechanik ansehen. Im Gespräch ist auch ein gemeinsames Seminar für Gymnasialschüler und Schüler der Berufsschule: „Die Physik und Chemie des Kochens“. Die Auszubildenden für Ernährung und Gastronomie, wie zum Beispiel Köche oder Hotelfachfrauen, stellen ihre modernen Küchen zur Verfügung, die Gymnasiasten bringen Theorie aus ihrem Oberstufenunterricht mit und absolvieren
gleichzeitig ein P-Seminar der neuen G8-Oberstufe.

Nicht nur die Schulen untereinander profitieren von der Zusammenarbeit, sondern auch die
TU München. Gehen die Wissenschaftler mit ihrem Know-how schon in die Grundschulen, kann der dringend benötigte Nachwuchs an die Naturwissenschaften herangeführt und begeistert werden.

Das Schulcluster Berchtesgadener Land ist bis jetzt das einzige TUM-Schulcluster. Weitere
sind in der Gründungsphase.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Wissenschaftsherbst-Vorlesung über Geodäsie statt, die der TUM-Professor Thomas Wunderlich zusammen mit Dr. Andreas von Poschinger vom Bayerischen Landesamt für Umwelt am Karls-Gymnasium Bad Reichenhall hält.

Kontakt:
Zentralinstitut für Lehrerbildung und Lehrerfortbildung der TUM
Bastienne Mues
Lothstr. 17, 80335 München
Fon: +49 89 289 24262
Fax: +49 89 289 24391

Kontakt: mues@zv.tum.de

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