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Das Erasmus-Programm

"Erasmus", ein Aktionsprogramm der Europäischen Union für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der allgemeinen Bildung, wurde am 14. März 1995 für einen Zeitraum bis Ende 1999 ins Leben gerufen und galt zunächst für die 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen. Das Erasmus-Programm wurde initiiert, um die Mobilität der Studierenden innerhalb Europas zu fördern.

Im Verlauf der ersten Programmphase (1995 - 1999) wurden Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, die Slowakische Republik, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn sowie Malta und Zypern in das Programm einbezogen. Seit der zweiten Programmphase (2000-2006) nimmt nun auch die Türkei am Programm teil. In der dritten Programmphase (2007 – 2013) werden alle EU-Bildungsprogramme unter einem einzigen Dach, Programm für Lebenslanges Lernen (LLP), zusammengefasst. Darunter ist auch das Neue Erasmus-Programm angesiedelt. Zu den 31 in Erasmus förderfähigen Ländern (hier in alphabetischer Reihenfolge: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und Zypern) ist auch die Schweiz an diesem EU-Programm indirekt beteiligt. Die Schweiz ist noch kein Vollmitglied des LLP, finanziert jedoch aus eigenen Mitteln Austausche im Bereich Auslandsstudium, Auslandspraktikum und Dozentenmobilität. Für das akademische Jahr 2009/10 können die Beitrittskandidatenländer Kroatien und FYR Mazedonien in Form einer Pilotaktion an Erasmus teilnehmen. Allerdings ist die Teilnahme für 2009/2010 einseitig: Kroatien und Mazedonien können ihre Studierenden und Dozenten/Personal in die anderen europäischen Länder entsenden (Outgoings), sie können aber mit Erasmus keine Incomings (z.B. aus Deutschland) empfangen (anders im Free Mover-Programm).

Beginnend ab dem akademischen Jahr 2010/11 gibt es eine interessante Änderungen im Erasmus Programm. Endlich wurde von der EU die Öffnung von Erasmus für Studierende aus Drittländern, die in Deutschland als full degree Studierende eingeschrieben sind, bekannt gegeben. Folglich könnte ab 2010/11 bspw. ein chinesischer Student, der sein ganzes Studium in Deutschland absolviert, künftig mit Erasmus in ein anderes europäisches Partnerland gehen und ein Erasmus Stipendium bekommen!

Unter dem Teilprogramm "Erasmus" laufen Aktionen für den Hochschulbereich, insbesondere können Auslandsaufenthalte von Studierenden, Dozenten und neuerdings auch Hochschulangestellte gefördert werden. Dabei wird das Programm ab 1. Juli 2007 neben der Förderung von Auslandsstudium um den Förderbaustein Praktikum im europäischen Raum ergänzt. So haben Studierende, Dozenten und Angestellte die Möglichkeit, fachliche, sprachliche und kulturelle Erfahrungen in einem anderen europäischen Staat zu erlangen und somit ihre Ausbildung wesentlich zu bereichern. Nicht zuletzt profitiert auch unsere Gesellschaft von dem Zuwachs an qualifizierten, aufgeschlossenen und international erfahrenen Akademikern.

Seit 1987 ist der DAAD als Nationale Agentur für das Erasmus-Programm zuständig.

 

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