Direkt zum Inhalt springen

Technische Universitüt München

Headerimage 4

zeichnung

header_foto

Slogan TUM for deutsch language
Sie sind nicht angemeldet. Login   Hilfe

Sitemap Agentur Mädchen Das Schulprogramm „Mädchen machen Technik"

Das Schulprogramm „Mädchen machen Technik"

Die Ziele des Schulprogramms
Pädagogische Grundlagen und didaktische Prinzipien
„Mädchen machen Technik" - Projekttage in der Schule
Das Pilotprojekt „Mädchen machen Technik an der Anne-Frank-Realschule"
Dokumentation „Mädchen machen Technik an der Anne-Frank-Realschule"
Finanzierung des Schulprogramms „Mädchen machen Technik"

Die Ziele des Schulprogramms

Mit dem Schulprogramm „Mädchen machen Technik“ soll ein
Gegengewicht geschaffen werden zur herkömmlichen Er-
ziehung und Sozialisation von Mädchen. Wir wollen Mädchen
darin unterstützen, ihre Fähigkeiten und Interessen für
Naturwissenschaft und Technik zu entdecken und ihnen
Mut machen, diese zu erproben und weiter zu entwickeln.
Wir wollen ihnen auch die Erfahrung ermöglichen, dass
sie in ihrer Befähigung und ihrem Interesse für Naturwissen-
schaft und Technik ernst genommen werden.

Mit dem Schulprogramm „Mädchen machen Technik“ wollen
wir Mädchen lebendige Erfahrungen im Umgang mit natur-
wissenschaftlich-technischen Sachverhalten ermöglichen.
Spannend, spielerisch und lustvoll soll die Beschäftigung mit
Naturwissenschaft und Technik erlebt werden. Auf diese
Weise wollen wir das Selbstvertrauen der Mädchen im Um-
gang mit Naturwissenschaft und Technik stärken und
langfristig bei ihnen ein Interesse an diesen Sachverhalten
verankern.


Pädagogische Grundlagen und didaktische Prinzipien

Die folgenden Grundsätze sind für das Schulprogramm
„Mädchen machen Technik“ kennzeichnend:

  • Das Angebot richtet sich ausschließlich an Mädchen.
    Dieser Grundsatz basiert auf Forschung und Praxis,
    die die Grenzen der Koedukation und die Chancen der
    Monoedukation aufzeigen.


  • Die Arbeit mit den Mädchen beginnt im Alter von zehn
    Jahren. In diesem Alter sind Mädchen noch unbefangen
    gegenüber Naturwissenschaft und Technik und hier
    besteht die große Chance, ihnen für die Phase der Ge-
    schlechtsausprägung, in der - in einer Orientierung an
    herrschenden Geschlechterrollen - der Rückzug der Mäd-
    chen aus Naturwissen-schaft und Technik massiv ein-
    setzt, die Erfahrung zu ermöglichen, dass es überhaupt
    nicht „unweiblich“ ist, sich mit Naturwissenschaften
    und Technik zu beschäftigen.


  • Es werden neue Wege der Vermittlung von Naturwissen-
    schaft und Technik gesucht und erprobt.
    Im Vordergrund steht das eigene Tun der Mädchen:
    Experimentieren, konstruieren und bauen, löten und
    hämmern, programmieren, - die Mädchen erleben
    Naturwissenschaft und Technik sinnlich und konkret
    über das eigene Tun. Naturwissenschaftliche und
    technische Inhalte werden im Kontext der Alltagser-
    fahrungen und Interessen von Mädchen bearbeitet.
    Die Arbeit erfolgt in kleinen Gruppen. Das ermöglicht
    ein gemeinsames Arbeiten der Mädchen und eine
    intensive Zuwendung seitens der Projektlei-ter/innen.
    Das Bestreben ist ein ganzheitliches Lernen:
    Die Mädchen werden ermutigt, sich mit Hand, Herz
    und Verstand Naturwissenschaft und Technik
    zu Eigen zu machen und dabei die eigenen Fähig-
    keiten zu entdecken und zu erproben.


„Mädchen machen Technik" - Projektetage in der Schule

Den Kern des Schulprogrammes „Mädchen machen Technik“
bilden Projektetage, in denen die Schülerinnen in kleinen Gruppen
in „Mädchen machen Technik“ - Projekten arbeiten. Zur Zeit
führen wir die Projekte in den siebten und achten Klassen des
Gymnasiums und der Realschule für die Bereiche Informatik,
Chemie und Physik durch. Technikprojekte für andere Klassen-
stufen und für weitere Bereiche wie Mathematik und Architektur
sind in Vorbereitung. Eine Präsentation der Projektetage bei
einer Abendveranstaltung für die Eltern, das Kollegium und Mit-
schüler/innen oder auf dem Schulfest bildet den Abschluss.
Die Schülerinnen geben einen lebendigen Einblick in ihre Arbeit
und zeigen sich als Expertinnen für das Programmieren von
Robotern, für chemische Experimente und für das Konstruieren
und Bauen von elektrischen Schaltungen.


Das Pilotprojekt „Mädchen machen Technik an der Anne-Frank-Realschule"

Am 4. bis 7. und 11./12. März 2002 fand dieses neuartige, gemeinsame
Projekt der Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik und der städt-
ischen Anne-Frank-Realschule statt.

Sechs Tage lang war der Schulalltag in der Anne-Frank-Realschule verändert.

Die Schülerinnen der 7a, 7b und 7c arbeite-
ten in kleinen Gruppen an Projekten aus
den Bereichen Informatik, Chemie, Mathe-
matik, Physik und Biologie.
Angeleitet wurden sie von Wissenschaftlern
und Wissenschaftlerinnen der TU München,
der LMU München und der Fachhochschule
München.

Dieses Gemeinschaftsprojekt zwischen der Agentur Mädchen in Wissenschaft
und Technik und der Anne-Frank-Realschule soll dazu beitragen, das Vertrauen
der Schülerinnen in ihre naturwissenschaftlich-technischen Fähigkeiten zu stär-
ken und bei ihnen ein Interesse an Naturwissenschaft und Technik zu verankern.

Mit einer festlichen Abendveranstaltung am 20. März 2002 wurden die „Mädchen
machen Technik“ - Projekttage an der Anne-Frank-Realschule abgeschlossen.
Die Schülerinnen der Klassen 7a, 7b und 7c, die jeweils zwei Tage in Projekten
aus den Bereichen Informatik, Chemie, Mathematik, Physik und Biologie gearbei-
tet hatten, gaben ihren Eltern, Mitschülerinnen und Lehrkräften sowie Vertreter
und Vertreterinnen des Schulreferats der Landeshauptstadt München einen leben-
digen Einblick in ihre Arbeit. Neun Stände waren in der Turnhalle aufgebaut und
die Schülerinnen zeigten sich als Expertinnen.

Sie bauten und programmierten Roboter,
führten chemische Experimente vor,
bauten eine Ampelschaltung auf und
enthüllten die mathematischen Geheim-
nisse des Somawürfels und der plato-
nischen Körper.

Eva Espermüller, Schulleiterin der Anne-Frank-Schule: „Für uns, das Kollegium
der Anne-Frank-Realschule, stellt dieses Projekt einen weiteren Baustein in der
pädagogischen Arbeit unserer Schule dar. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Mäd-
chen zu fördern und zu fordern, damit sie lernen, sich aus sich selbst heraus zu
definieren und so den Mut fassen, neue Wege zu gehen, sei es bei der Lebenspla-
nung oder der beruflichen Orientierung.“

Dr. Rosa Maria Kronseder, Leiterin der Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik:
„Mit unserem Ferienprogramm ‚Mädchen machen Technik‘ an die Schule zu gehen,
ist ein neuer, wichtiger Schritt für uns. Wir erreichen damit viele Mädchen, die wir
in ihrer Befähigung und ihrem Interesse für Naturwissenschaft und Technik ernst neh-
men und die wir deshalb in der Entwicklung in diesen Bereichen fördern und unter-
stützen.“

Projektkonzeption und Projektleitung lagen bei Eva Espermüller, Schulleiterin der
Anne-Frank-Realschule, und Dr. Rosa Maria Kronseder, Leiterin der Agentur Mädchen
in Wissenschaft und Technik.
Als Leiter/innen der einzelnen Projekte waren beteiligt:

  • Dr. Kristina Hock, LMU München (Chemie-Projekt)
  • Bruno Piochacz, TU München (Biologie-Projekt)
  • Ulrike Schätz, LMU München (Mathematik-Projekt)
  • Prof. Dr. Reinhard Schiedermeier, FH München (Informatik-Projekt)
  • Prof. Dr. Dr. Hartmut Wiesner, LMU München (Physik-Projekt)

Dokumentation „Mädchen machen Technik an der Anne-Frank-Realschule"

Die Dokumentation zum Pilotprojekt „Mädchen machen Technik
an der Anne-Frank-Realschule", das im März 2002 durchgeführt wurde,
ist über die Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik erhältlich.

Finanzierung des Schulprogramms „Mädchen machen Technik"

Das Schulprogramm „Mädchen machen Technik" ist mit Mitteln
der Frauenbeauftragten der Technischen Universität München aus
dem HWP-Programm finanziert.

Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik

Barerstr. 21
80333 München

Tel.: +49.89.289.22276
Fax: +49.89.289.23389

 agenturM@tum.de

Kontakt